Woran merke ich, dass alles zu viel ist?

März 24, 2018

Woran merke ich, dass alles zu viel ist?

Das ist eine gute Frage.
Eine gute Frage, nicht nur für Hochsensible, sondern genauso auch für normal sensible Menschen. Wenn ich es rechtzeitig merke, kann ich gegensteuern, kann ich mein Tempo verlangsamen, kann ich Unwichtiges in meinem Alltag identifizieren und es streichen oder verschieben. Ich kann mir eine Pause gönnen. Ich kann eine belastende Umgebung verlassen.
Definitiv zu viel ist es, wenn ich bereits körperliche Symptome wie Kopfschmerzen, Migräne, Bauchweh oder Herzrasen habe. Dann signalisiert der Körper, was der Geist nicht sehen wollte.
Wenn ich meinen Körper mit allen Zeichen, die er sendet, ernst nehme, ziehe ich spätestens dann die Notbremse. Wir alle leben in einer schnellen Zeit und in unserer Leistungsgesellschaft, wo es auf das reibungslose Funktionieren ankommt und auf das schnelle Reagieren. Gut, wenn wir unseren Körper als Freund wahrnehmen und sagen:”Danke, lieber Körper, dass du mir Signale der Überforderung sendest. Ich verstehe.”
Vor ein paar Tagen sagte eine Coachingkollegin von mir auf einem Vortrag: “Wenn man bereits Kopfschmerzen, Bauchweh, Herzrasen oder Schwindel hat,   w a r   es bereits zuviel. Ich selbst achte darauf, wann eine Tätigkeit oder Aktivität mir keine Freude (mehr) macht. Dann ziehe ich die Notbremse.”
Ich habe darüber nachgedacht und es mal bei mir beobachtet. Ich glaube, dass fehlende Freude ein gutes erstes Anzeichen ist. Es ist nicht immer möglich, denn man muss im Alltag und im Beruf auch Dinge tun, die einfach getan werden müssen. Mit oder ohne Freude. Dennoch: Im Großen und Ganzen betrachtet, könnte Freude ein guter Indikator sein.
So muss der Körper nicht zu weiteren Symptomen greifen…