Gibt es ein oder mehrere Gene für Hochsensibilität?

Juli 25, 2018

Eine Frage, die mir in meinen Workshops immer wieder gestellt wird, ist, ob es ein Gen für Hochsensibilität gibt? Ist die besondere Empfindlichkeit des Nervensystems angeboren? Oder ist sie erworben und erlernt?

Es gibt mehrere Studien, die nahe legen, dass es Gene gibt, in denen codiert ist, ob ein Mensch besonders empfindlich auf Umwelteinflüsse reagiert. Mir kommt es manchmal so vor, als würde das die betroffenen Hochsensiblen irgendwie entlasten. Wenn die große Empfindlichkeit gegenüber Geräuschen und Gerüchen und auch die Neigung zu intensiven Gedanken und Gefühlen einem Menschen in die Wiege gelegt ist, dann ist er ja “nicht Schuld”, um es einmal plakativ zu formulieren. Letztendlich denke ich, ist das aber gar nicht der Kern, der wichtig ist.
Auch wenn Einflüsse pränatal und in der frühen Kindheit, in der besonders viele Nervenzellverbindungen im Gehirn geknüpft werden, eine große Rolle spielen, ist der betroffene Mensch “nicht Schuld”.
Entscheidend ist in beiden Fällen – und Hochsensibilität ist nach heutigem Wissensstand eine Mischung aus Anlage und Umwelteinflüssen – , wie man damit umgeht. Sich selbst so anzunehmen, wie man ist, ist wichtig. Das bedeutet auch, dass man nicht jede Welle reitet, die ein anderer reitet. Das bedeutet auch, eigene Stärken zu erkennen und sein Leben aktiv entsprechend der Stärken und Talente zu gestalten. Das bedeutet auch, Pausen zu machen, wenn man Pause braucht.
Lernfreude, Neugierde, Nachdenklichkeit, Gründlichkeit und Achtsamkeit sind Eigenschaften, die viele Hochsensible auszeichnen. Liebe Hochsensible, setzt sie in Privatleben und Beruf ein!
Werdet euch dessen bewusst, anstatt euch mit vermeintlichen Schwächen zu beschäftigen! Denn die eigene Umwelt und die eigene Haltung kann man jederzeit beeinflussen und hat damit einen Schlüssel selbst in der Hand. Während wir unsere Gene (zum Glück) nicht ändern können. Aber man kann seine Haltung und Einstellung ändern. Und damit dem Gehirn Impulse geben, neue Nervenzellverbindungen zu knüpfen und sich dadurch weiter zu eigenen Zielen hin zu entwickeln.

Interessant zum Thema finde ich diesen Artikel. 

Diesen Blogpost habe ich hier im Presseportal openpr veröffenlicht.