Mein Tag auf dem Brigitte Symposium “Mein Leben, mein Job und ich”

September 29, 2018

Mein Tag auf dem Brigitte Symposium “Mein Leben, mein Job und ich” in Essen am 27.09.2018.

Persönliches: Für mich persönlich ist es eine echte Herausforderung als hochsensibler und geräuschempfindlicher Mensch, einen ganzen Tag mit Eintausend anderen Menschen zu verbringen, einen ganzen Tag interessiert und aufmerksam Gespräche zu führen, einen ganzen Tag unzählige Geräusche zu hören und auszuhalten, einen ganzen Tag in einem mehr oder weniger gut klimatisierten Raum zu verbringen und einen ganzen Tag keine Rückzugsmöglichkeiten zu haben. Ich habe meine Komfortzone ziemlich weit verlassen, Grenzen überschritten. Wie viele andere Hochsensible brauche ich nach so einem Event Ruhe und Zeit für mich, am besten in der Natur. Nur so kann ich meinen Akku wieder aufladen. Die amerikanische Psychologin Marti Olsen Laney hat dazu einmal geschrieben, dass introvertierte Menschen wie eine aufladbare Batterie seien. Sind sie längere Zeit mit Menschen zusammen, ist ihr Energiespeicher irgendwann erschöpft. Nur in der Besinnung auf sich selbst können sie regenerieren und neue Kraft schöpfen. Extravertierte hingegen seien wie Solarzellen. Sie brauchen Kontakte zu anderen Menschen, um das Ladelevel ihres Akkus hochzuhalten. Mir gefällt der Vergleich mit aufladbaren Batterien und Solarzellen. Und ich bin eindeutig ein introvertierter Mensch. Die Begegnungen mit anderen Menschen machen mir Spaß und sind eine Bereicherung, kosten zugleich aber Akkukapazität. Und so habe ich abends noch einen Spaziergang im Krupp-Park in Essen gemacht, um meinen Akku wieder aufzuladen.

Highlights: Die frische, respektvolle, freundliche, am Gegenüber interessierte und ganz und gar unverkrampfte Art der Stilberaterin Carola Nahnsen. Für mich vor allem zwischenmenschlich das Highlight.
Inhaltlich gut gefallen hat mir der Workshop “Karrierebooster Netzwerken” – Berufliche Netzwerke strategisch aufbauen. Er hat mir neue Impulse gegeben, war sehr ansprechend vorbereitet und  präsentiert von  Ute Blindert. Und Frau Blindert hat sich sogar die Mühe gemacht, im Nachgang noch ein Canvas zum Netzwerken an alle Interessierten per Email zu verschicken.
Ebenfalls gut gefallen hat mir das Speedcoachinggespräch mit Angelika Ballosch. In nur einer halben Stunde hat es mir neue Impulse gegeben. Frau Ballosch war sehr flexibel und so haben wir eher ein gemeinsames Brainstorming als ein klassisches Coaching gemacht, was für mein Anliegen sehr gut passte.

Cons: Teilweise war es sehr voll, so dass man in Veranstaltungen nicht hineingelassen wurde und an Ständen sehr lange anstehen musste.
Es konnte bei Anmeldung nur ein Workshop gebucht werden, was ich sehr schade finde.

Insgesamt: Lockere und offene Atmosphäre, viele nette Gespräche mit anderen Teilnehmerinnen, Kontaktfreude und Offenheit unter den Frauen mit sehr unterschiedlichen Hintergründen, Biographien, Altersgruppen und Stilen.